Auf nach Balkonien!

Wenn die Sommerreise dieses Jahr nicht stattfinden kann, muss eine Alternative für die Urlaubstage her! Eine Oase im Freien, in der wir, umgeben von Blumen und Pflanzen, uns entspannen und lesen, Musik hören oder einfach nur vor uns hinträumen können. Wir haben Tipps rund um eine schöne, nachhaltige und gemütliche Balkongestaltung gesammelt – auch für Bienenfreunde ist etwas dabei!

Allgemeine Tipps:

  • Boden

Mit Klickfliesen können Sie einen Balkon im Handumdrehen verschönern. Einfach die Balkon-Größe ausmessen, die entsprechende Menge an Fliesen kaufen und auf dem Balkon mit nur wenigen Klicks verlegen. Noch schneller und einfacher geht die Bodengestaltung mit einem Outdoor-Teppich: Kaum ist er ausgerollt, wirkt der Balkon schon gleich viel wohnlicher.

  • Licht

Besonders energiesparend sind Solarlampen: Sie laden sich tagsüber auf und spenden selbst lange nach Sonnenuntergang Licht. Auch Kerzen und Lichterketten geben mit Lichtakzenten eine schöne Atmosphäre.

  • Vertikaler Garten

Wie wäre es mit einer grünen Wand? In einen Holzkasten gepflanzt, bilden Pflanzen wie Carex-Arten, Sternmoose und Stauden wie Purpurglöckchen, Günsel und Bergenien einen grünen Teppich – am besten an einer halbschattigen Wand. Der vertikale Garten ist nicht nur schön anzusehen, sondern verbessert auch das Kleinklima auf Ihrem Balkon.

  • Kleinen Balkon gestalten

Möbel zum Zusammenklappen oder zur Montur am Geländer sparen Platz, ebenso, Pflanzen am Geländer aufzuhängen. Lichterketten sind perfekt, denn auch sie lassen sich einfach am Geländer befestigen. Ein kleiner Outdoor-Teppich sorgt für Gemütlichkeit.

  • Naschbalkon gestalten

Das Paradies für Naschkatzen, der eigene Naschbalkon: Pflanzen Sie eine bunte Mischung an Gemüse- und Obstarten im Mini-Format. Zum Beispiel Cocktailtomaten, Paprika oder sogar Melonen. Es muss nicht immer die Zwergform sein: Erdbeeren wie die Sorte ‘Rosalie’ wachsen auch im Pflanzkasten sehr gut. Auch Säulen-Apfelbäume können im Kübel auf dem Balkon angebaut werden. Und dann heißt es: Einfach abernten und hinein in den Mund..

Und wie wollen Sie Ihr Zimmer im Grünen einrichten?

Wir haben da ein paar Anregungen für Sie:

Mediterran

Mit mediterranen Pflanzen wie Olivenbäumchen und Oleander, Zitrus- und Feigenbäumchen, Thymian, Rosmarin und Lavendel holen Sie sich südländisches Flair auf den Balkon. Setzen Sie für einen mediterranen Stil Kübel und Töpfe aus Terrakotta ein. Gemütliche Korbsessel oder verschnörkelte Möbel aus Metall genauso wie Steinskulpturen untermalen das südländische Flair.

Boho-Style

Von der Hippie-Ästhetik inspiriert, kommen Naturmaterialien wie Rattan, Holz und Leinen mit warmen Farben und bunten Ethno- und Batikmustern zum Einsatz. Teppiche, Kissen gehören dazu, vielleicht auch eine Hängematte, je nach Platz und Vorlieben. Pflanzen in Makramee-Wimpeln, Rattan-Laternen, buntes Glas runden den Stil ab.

Tropical Island

Gute Laune garantiert: Farbenfrohe und verspielte Deko-Elemente wie Ananas, Flamingos oder Papageien, Yucca-Palmen oder Kakteen, viele Kissen und Decken mit bunten, wilden Mustern, leuchtendes Rot, kombiniert mit Hellgrün, Dunkelgrün und Creme-Weiß entführen Sie atmosphärisch in die Tropen.

DIY-Balkon

Lässiger geht nicht: Loungemöbel aus Paletten. Dazu stapeln Sie vier ausrangierte Paletten übereinander, zimmern eine Rückenlehne und legen eine Matratze darauf. Auch große Kissen mit selbstgenähten Bezügen oder selbst gemachte Girlanden sorgen für Gemütlichkeit. Beim Do-It-Yourself-Balkon darf es wild und provisorisch zugehen, Upycling ist ebenfalls ein großes Thema: Kräuter können z.B. in Konservendosen gezogen, Marmeladengläser als Windlichter umfunktioniert werden.

Nachhaltigkeitstipps:

  • Hochwertige Erde:

Achten Sie darauf, torffreie Erde in Bio-Qualität zu kaufen. Aus Klimaschutzgründen sollte man auf Torf so weit wie möglich verzichten. Zu Saisonbeginn muss die Erde nicht komplett ausgewechselt werden, es genügt, wenn Sie aus den Töpfen die obere Schicht entfernen und frische Erde nachfüllen.

  • Eigener Dünger:

Stellen Sie eine Wurmkiste direkt in die Küche oder auf den Balkon und entsorgen Sie darin Reste von Gemüse. Regenwürmer in Verbindung mit Millionen von Mikroorganismen verwandeln diese organischen Abfälle in wertvollen Wurmkompost, mit dem Sie ganzjährig düngen können. Wurmkisten sind pflegeleicht, nehmen kaum Platz in Anspruch und verströmen einen angenehmen Waldgeruch.

  • Pflanzgefäße aus Naturmaterial:

Kunststoff ist zwar praktisch und günstig, aber aus ökologischen Gründen und um Müll zu vermeiden sollten Sie besser Pflanzgefäße aus gebranntem Ton, verzinktem Stahl oder Hartholz verwenden. Wenn Sie dennoch Kunststofftöpfe verwenden wollen, achten Sie auf Recyclingmaterial.

  • Bio-Samen und Pflanzen kaufen

Es gibt es eine breite Palette an Gemüse- und Obstsorten, die aus biologischem Anbau stammen – nicht nur Saatgut, sondern auch Jungpflanzen. Etwas ganz Besonderes sind alte, samenfeste Sorten. Sie sind oft robuster und optimal ans Klima angepasst, wenn sie aus der Region stammen

  • Blühende Vielfalt

Achten Sie auf eine artenreiche Bepflanzung, denn Mischkulturen haben den Vorteil, dass Pflanzen robuster und weniger anfällig für Krankheiten und Schädlinge sind.

Pflanzen für Bienenfreunde:

  • Bienen mögen Lavendel, Fächerblumen, Kapuzinerkresse, Verbenen, Glockenblumen, Wandelröschen, Löwenmäulchen, Margeriten und Sonnenblumen.
  • Auch hier gilt: Möglichst vielfältig pflanzen und am besten heimische Blumen, um Bienen eine reichhaltige Auswahl anzubieten – im Gartencenter des Baumarktes sind bienenfreundliche Pflanzen ausgezeichnet.
  • Lassen Sie es die ganze Saison hindurch blühen: Stecken Sie zum Beispiel im Herbst Blumenzwiebeln, damit Insekten wie zum Beispiel Wildbienen bereits im zeitigen Frühjahr Nahrung finden.
  • Auch an Nistplätzen mangelt es Wildbienen: Hängen Sie das Insektenhotel vollsonnig und leicht windgeschützt in Südost-Richtung an der Hauswand auf.