Gartenglück für Anfänger

Draußen sein, die Erde fühlen und riechen, Bienen summen vorbei und die Sonne scheint ins Gesicht, sich um die Bedürfnisse kleiner Pflanzen kümmern und zur Belohnung irgendwann sprichwörtlich die süßen Früchte ernten zu dürfen, diese Freuden verspricht das Gärtnern.

Warum das Gärtnern so glücklich macht? Gründe gibt es da viele: Durch die Zeit im Freien wird beispielsweise der Vitamin-D-Speicher leichter aufgefüllt. Es gibt Hinweise für einen Zusammenhang zwischen dem Vitamin-D-Spiegel und der psychischen Gesundheit. Außerdem bewegen wir uns bei der Gartenarbeit und beanspruchen unseren ganzen Körper auf vielfältige und moderate Weise. Studien zeigen, dass Bewegung das Wohlbefinden erhöht. Gartenarbeit ist eine sinnliche Tätigkeit, man hört, riecht, fühlt – dabei spürt man sich und entspannt gleichzeitig. Zwar gelingt nicht alles im Garten beim ersten Versuch, doch gerade das Meistern dieser Herausforderungen macht stolz und gibt ein gutes Gefühl.

Doch wer als Großstadtpflanze aufgewachsen ist und wessen Erfahrung sich auf das Gießen eines Basilikumtopfs mit den bekannten traurigen Ergebnissen beschränkt, der mag jetzt denken: Würde ich ja auch gerne – nur wie? Und möglicherweise auch: nur wo? Ich habe nämlich weder einen Garten noch einen Balkon … Hierfür haben wir natürlich Antworten, Ideen und Tipps für Sie!

Unkomplizierte Blühpflanzen für Anfänger:

  • Mit einer Saatenmischung einfach die Wiese in ein blühendes Hummel- und Bienenparadies verwandeln.
  • Federnelken mögen es sonnig und blühen farbenfroh von April bis Juli.
  • Fetthennen sind besonders und bilden ihren eigenen Wasservorrat in den fleischigen Blättern.
  • Ringelblumen brauchen nur wenig Pflege und Nährstoffe und säen sich jedes Jahr von allein aus. Ihre Blüten sind sogar essbar!
  •  Sonnenblumen wachsen ebenfalls mit wenig Pflege
  • Lupinen wurzeln bis zu fünf Meter tief und brauchen fast kein Gießwasser, sie gedeihen auch auf kargen Böden und eignen sich außerdem gut als Gründüngepflanzen.

Einfaches Anfängergemüse

  • Radieschen wachsen schnell, schon drei bis vier Wochen nach der Aussaat kann man sie ernten. Sie wachsen gerne im Halbschatten, ansonsten sind sie ziemlich anspruchslos. Man kann sie gut zwischen anderen, langsamer wachsenden Gemüsearten aussäen. Ausgesät wird von März bis September.
  • Salat ist ein Lichtkeimer, die Samen also nicht mit Erde bedecken, aber immer schön feucht halten. Statt den ganzen Kopf zu ernten, die Blätter ca. vier Zentimeter über dem Boden abschneiden, dann wächst er schnell wieder nach. Salat in einem schattigeren Beet anbauen, bei zu viel Sonne kann er blühen und wird bitter.
  • Zucchini braucht eine Fläche von einem Quadratmeter und einen relativ gut gedüngten Boden. Ende April eine Zucchinipflanze im Haus vorziehen, Mitte Mai nach draußen pflanzen.
  • Der Knoblauchanbau ist denkbar simpel: Einfach im Herbst oder Frühjahr die Zehen mit der spitzen Seite nach oben in die Erde stecken. Knoblauch und Erdbeeren passen prima als Mischkultur. Die Erdbeerpflanzen beschatten den Boden und halten ihn unkrautfrei, der Knoblauch schützt sie vor Pilzkrankheiten.

Ohne Garten gärtnern

Wer keinen eigenen Garten hat, für den führt trotzdem ein Weg ins Beet: In fast jeder Stadt gibt es Kleingärten, die man pachten kann. Falls es mehr Interessenten als Gärten gibt, können Sie Ihr Glück auch über private Kleinanzeigen versuchen. Manchmal werden auch hier Gärten (unter-) vermietet. Darüber hinaus gibt es auch Initiativen wie die Selbsterntegärten Gartenglück oder Ackerhelden, wo Sie, zum Teil unter Anleitung, Parzellen bepflanzen können.

Blog:

Marie gibt (nicht nur Anfängern) prima Tipps rund ums Gärtnern – Marie hat eine Vorliebe für Permakultur, Hühner und kocht leidenschaftlich gerne ein. Wurzelwerk: kurzweilig zu lesen und hilfreich!

Literatur:

Das perfekte Buch für Einsteiger – von ersten Schritten wie Bodenbestimmung hin zu Kletterbohnen pflanzen, gut erklärt und schön gestaltet:

„So geht Garten. Die Basics für Einsteiger“, dorlingkindersley 2019