Gute Vorsätze – the same procedure as every year?

Das Jahr ist neu und frisch – die guten Vorsätze sind es vielleicht nicht. Mehr Sport machen, gesünder essen, mehr Zeit mit Familie und Freunden verbringen, aber weniger mit dem Smartphone, kurz: Eine bessere Version unserer selbst zu werden, ist ein Klassiker unter den Wünschen. Sehr gerne suchen wir uns dafür, ein wenig abergläubisch, ein besonderes Datum aus. Den Ersten Ersten.

Und das, obwohl eine englische Studie mit 3000 Teilnehmern im Jahr 2012 bewiesen hat, was wir im Grunde schon wussten. Die meisten scheitern an ihren Vorsätzen, bei den britischen Versuchsteilnehmern waren es 88 Prozent. Aber das ist uns schlicht egal. Weshalb? Weil wir offenbar unerschütterliche Optimisten sind. Weil wir außerdem Kontrolle über unser Leben mögen. Der gute Vorsatz allein weckt in uns bereits das gute Gefühl, sie zu haben. Doch wie können wir dieses kurzfristig gute Gefühl in ein nachhaltiges verwandeln, wie können wir unsere Ziele realisieren?

„WOOP“ – SO ERREICHEN WIR UNSERE ZIELE

Die wissenschaftlich erprobte Methode von Psychologieprofessorin Gabriele Oettingen beruht auf der These, dass purer Optimismus Menschen daran hindert, ihre Ziele zu erreichen. Es gilt, die Fallstricke zu erkennen und sich damit auseinanderzusetzen.

Die Abkürzung WOOP setzt sich zusammen aus: W für „wish“ (Wunsch), O für „outcome“ (Ergebnis), O für „obstacle“ (Hindernis) und P für „plan“ (Plan).

Wunscherfüllung in vier Schritten:

1. W – „wish“ / Wunsch

Was wünschen Sie sich? Definieren Sie Ihr Ziel und halten Sie es schriftlich fest.

2. O – „outcome“ / Ergebnis

Was erhoffen Sie sich von der Erfüllung dieses Wunsches? Wie wollen Sie sich fühlen und was würde besser in Ihrem Leben werden? Malen Sie sich diesen Zustand möglichst detailliert aus.

3. O – „obstacle“ / Hindernis

Was könnte Sie daran hindern, Ihr Ziel zu verwirklichen? Was hält Sie davon ab, anders zu handeln? Welche Gewohnheiten, Überzeugungen oder Gefühle stehen Ihnen dabei eventuell im Weg. Stellen Sie sich die größten Hindernisse und Situationen vor, die Ihr Ziel gefährden könnten.

4. P – „plan“ / Plan

Wenn Sie Ihre Hindernisse kennen, stellen Sie einen Plan auf. Wie können Sie die Widerstände überwinden? Welche alternativen Handlungsmuster stehen bereit? Wie können Sie Ihre Denkmuster verändern? Notieren Sie Ihren persönlichen Notfall-Plan, einen konkreten Wenn-Dann-Plan: „Wenn Situation X auftaucht, werde ich Y machen.“

Eine hilfreiche Unterstützung bei der Umsetzung Ihrer Ziele mit der WOOP-Methode bietet auch die „WOOP App“.

Falls Sie gute Vorsätze gefasst haben, wünschen wir Ihnen viel Erfolg bei der Umsetzung. Und sollte es trotz WOOP und besten Absichten nicht auf Anhieb klappen, dann vergessen Sie nicht: Der 4.2. ist auch ein prima Tag, um den ersten Schritt in ein neues Leben zu gehen!

Ihr GSE-Team