Gutes tun tut gut!

Sich für andere zu engagieren, ist ehrenhaft, sinnvoll … und nicht ganz uneigennützig. Wer hilft, tut Gutes und zwar auch sich selbst. In Deutschland wissen das schon rund 31 Millionen Menschen und engagieren sich in ihrer Freizeit für das Gemeinwohl. Glücksforscher fanden heraus, dass Freizeitaktivitäten, die der Gemeinschaft dienen, mehr Zufriedenheit schenken als beispielsweise eine Gehaltserhöhung.

Neurowissenschaftler stellten ein interessantes Phänomen fest: Nämlich, dass in unserem Gehirn beim Helfen dieselben Belohnungssysteme aktiviert werden, als wenn uns selbst etwas Gutes widerfährt. Weitere Untersuchungen zeigen, dass sich soziales Engagement sogar positiv auf die Gesundheit auswirkt. Menschen über 55, die sich ehrenamtlich einbringen, haben in den darauffolgenden fünf Jahren eine um 44 Prozent niedrigere Sterblichkeitswahrscheinlichkeit als diejenigen, die sich nicht engagieren.

Abgesehen von den positiven Effekten für Psyche und Körper, öffnet Engagement unseren Erfahrungshorizont. Wir lernen Menschen und Situationen kennen, die uns in unserem privaten und beruflichen Alltag nicht begegnet wären. Auch unser Wissen können wir erweitern, denn bei der psychosozialen Hilfe oder dem Sanitätsdienst beispielsweise bekommen Freiwillige eine fundierte kostenlose Ausbildung. Und auch für die Gesellschaft ist das Ehrenamt von immenser Bedeutung: Es stärkt den sozialen Zusammenhalt und damit ein friedliches, freies Zusammenleben.

Die Möglichkeiten, sich in einem Ehrenamt zu engagieren, sind vielfältig: Ob Kinder- oder Seniorenbetreuung, Jugendarbeit, freiwillige Feuerwehr, Kultur-, Tier- oder Umweltschutz, je nach Interessen, Talenten und verfügbarer Zeit.

Wie wäre es mit …

… einer Patenschaft?

Beispielsweise als Schulpate für Kinder aus problematischen Familien. Oder als Vorlesepate die Welt in die Literatur öffnen. Als Flüchtlingspate können Sie bei der Suche nach einer Wohnung und einem Job helfen und außerdem ganz nebenbei beim Erlernen der Sprache unterstützen. Auch einsam gewordene Menschen im Seniorenheim könnten sich über Abwechslung und Gesellschaft freuen.

… Hospizarbeit?

Schwerstkranke und Sterbende zu besuchen und zu begleiten, ist sicher keine leichte Aufgabe. Ehrenamtliche werden deshalb vor ihrem Einsatz in Kursen für diese Arbeit geschult und ausgebildet. Die Hospizarbeit dient dazu, dass Menschen im Sterben nicht allein gelassen werden.

… Umweltschutz?

Im Frühjahr Krötenzäune oder Brutplätze von Wanderfalken bewachen, einen Bach renaturieren, im Winter Kopfweiden schneiden, damit sie als Nistplatz für Steinkäuze erhalten werden, Naturexkursionen leiten, das alles könnten ehrenamtliche Arbeiten für den Umweltschutz sein.

Wo? Zum Beispiel beim Regionalverband des Nabu oder bei dem Bienenschutzverein Mellifera.

… der Unterstützung der Tafel?

Ob als Fahrer, in der Warenausgabe oder im Lager beim Sortieren der gespendeten Lebensmittel – die Einsatzmöglichkeiten bei den Tafeln sind vielfältig und helfende Hände werden immer gebraucht. Auch in der Verwaltung, als externer Berater, bei der Organisation von Veranstaltungen oder bei der Gestaltung von Info-Material können Sie unterstützen und dabei helfen, Lebensmittel sinnvoll weiter zu verteilen.

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… dem THW?

Das Technische Hilfswerk unterstützt bei Katastrophen und im Zivilschutz, also zum Beispiel bei Stürmen oder drohenden Überschwemmungen. Brücken bauen, entwurzelte Bäume beseitigen, all das leisten Ehrenamtliche des THW und werden vorab natürlich entsprechend geschult.

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… Sanitätsdienst?

Ehrenamtliche Sanitäter unterstützen zum Beispiel bei Großveranstaltungen wie Konzerten, Fußballspielen oder Volksfesten und leisten Erstversorgung bei kleinen und größeren Notfällen. Aber auch bei Unglücken unterstützen die Ehrenamtlichen die Rettungsdienste.

Gesucht werden ehrenamtliche Sanitäter zum Beispiel vom DRK, den Maltesern oder dem ASB.

Tipp:

Wer sich noch nicht sicher ist, welches Ehrenamt in Frage kommt, findet hier in einem kurzen Test erste Inspiration.

Weitere Informationen rund um das Ehrenamt:

www.ehrenamt.bund.de