Hautpflege von innen

Sie ist das größte Organ unseres Körpers, zugleich seine Schutzhülle und sie hat viel zu tun: die Regulation der Körpertemperatur und des Flüssigkeitshaushalts, Schutz vor starker Sonneneinstrahlung, Abwehr von Krankheitskeimen und die Bildung von Vitamin D. Unsere Haut zeigt uns als Spiegelbild unserer Gesundheit schonungslos ehrlich, was unserem Körper gut tut – und was nicht. Rauchen, Alkoholkonsum, zu viel Sonne, zu wenig Schlaf, radikale Diäten und nährstoffarme Ernährung mit Lebensmitteln voller Zucker, Transfetten und Weißmehl, wie in Fast Food und Fertigprodukten enthalten, quittiert sie mit Unreinheiten, fahler Farbe, Trockenheit oder nachlassender Elastizität.

Welche Lebensmittel aber tun unserer Haut besonders gut?

Zum Beispiel Avocado, Nüsse, Saaten, bestimmte Seefische, Fischöl, Algenöl, Hanfsamenöl, Walnussöl und Leinöl. Mit ihren ungesättigten Fettsäuren und einem günstigen Verhältnis von Omega-3- zu Omega-6-Fettsäuren schützen sie das Erbgut und bremsen so die Alterung der Haut. Der Körper baut mit ihnen neue Hautzellen und Botenstoffe, die Entzündungen positiv beeinflussen. Einige dieser Fettsäuren sind essenziell, wir können sie nicht selber produzieren, sondern müssen sie mit der Nahrung aufnehmen. Insbesondere Omega-3-Fettsäuren (Linolensäure) wirken entzündungshemmend und kommen in Fischsorten wie Hering, Makrele oder Lachs vor. Sie stärken das Immunsystem und haben positive Effekte auf die Haut, machen sie geschmeidig und schützen sie vor UV-Schädigungen. Bei Hautkrankheiten wird eine Nahrungsergänzung mit Omega-3-Fettsäuren empfohlen. Omega-6-Fettsäuren (Linolsäure) kommen in Sonnenblumen-, Raps- oder Maiskeimöl vor und haben sowohl auf trockene, aber auch auf fettige und zur Unreinheit neigende Haut einen positiven Effekt. Sie verflüssigen den Talg der Haut und erleichtern seine Ausscheidung.

Das Eiweiß (Protein), vorkommend in Fisch, Eiern, Milchprodukten, Hülsenfrüchten und Soja sorgt für eine feste und elastische Haut. Es ist wichtig für das Wachstum und die Wiederherstellung von Gewebe, Mangelerscheinungen zeigen sich daher unter anderem in Form eines erschlafften Bindegewebes.

Vitamine halten den Stoffwechsel aufrecht und das ist auch für die Haut wichtig. Enorm wichtig für die Kollagenbildung ist Vitamin C. Es strafft die Haut und vermindert somit die Faltenbildung. Dieses Vitamin findet sich in vielen Obst- und Gemüsesorten, zum Beispiel der Acerolakirsche, Hagebutte, Sanddornbeere, Schwarze Johannisbeere, Paprika, Erdbeere, Grünkohl und Spinat. Zur Regeneration der Haut leistet Provitamin A wertvolle Hilfe, es regt die Zellerneuerung an, macht die Haut elastischer und ist sogar ein natürlicher Sonnenschutz. Karotten enthalten besonders große Mengen an Beta-Carotin, aber auch mit Spinat, roter Paprika, Tomaten, Brokkoli oder Aprikosen lässt sich der Bedarf gut decken. Vitamin B5 (Pantothensäure) ist in Karotten, Süßkartoffeln oder Spinat enthalten. Vitamin B5 fördert die Wundheilung und schützt die Zellen. Vitamin E kommt in Vollkornprodukten, Nüssen, Samen und kaltgepressten Ölen vor. Es stärkt das Bindegewebe und spielt eine wichtige Rolle für den Feuchtigkeitshaushalt. Mineralstoffe sorgen für eine straffe Haut. Auch für die Wundheilung braucht die Haut Mineralstoffe wie Magnesium, Eisen und Zink. Magnesium ist beispielsweise in Brokkoli und Vollkornprodukten enthalten, Eisen in Leber oder Weizenkleien und Zink in Emmentaler und Kürbiskernen. Kalzium, enthalten in Milchprodukten und grünem Gemüse, stärkt die Hautzellen. Silizium (Kieselsäure) kommt zum Beispiel in Hülsenfrüchten vor und kräftigt das Bindegewebe, die Haut, Nägel und Haare. Zur Ernährung gehört auch ausreichendes Trinken. Am besten Wasser, ungesüßter Tee oder stark verdünnte Saftschorle und davon viel, anderthalb bis zwei Liter täglich halten die Haut straff und versorgen sie mit Flüssigkeit.

Eine naturbelassene, pflanzenbetonte Ernährung mit viel Rohkost sowie eine ausreichende Wasserversorgung lassen sie strahlen – und sich einfach wohl in Ihrer Haut fühlen.