Kinderspaß, selbstgemacht

In vielen Kinderzimmern türmt sich Spielzeug, mit jedem Geburtstag, Nikolaus, Weihnachten und Ostern wird es mehr. Weshalb also Spielzeug selbst machen? Weil es Spaß macht. Zusammen etwas zu bauen oder zu basteln fördert außerdem die Kreativität und das Selbstbewusstsein der Kleinen. Mit etwas zu spielen, was sie (mit ein klein wenig Hilfestellung der Eltern) selbst gemacht haben, macht stolz. Ganz nebenher können Sie Altes recyceln. Wir haben ein paar Tipps für selbstgemachtes Spielzeug – für Babys bis zu Schulkindern. Viel Spaß beim Ausprobieren!

Hinweis: Insbesondere bei Spielzeug für Babys und Kleinkinder sollten Sie ganz besonders darauf achten, dass die Kleinteile am Spielzeug fest sind und sich nirgendwo eine scharfe Kante verbirgt. Nichts sollte herausfallen/sich ablösen können, verwenden Sie nur unbedenkliche Farben, Stoffe und Materialien.

Fühlsäckchen

Babys wollen die Welt erforschen, am liebsten mit den Händen. Fühlsäckchen sind deshalb ein tolles Spielzeug für sie – alles was Sie dazu brauchen sind Socken, Schnur und verschiedene Füllmaterialien wie Knisterfolie, Knöpfe, Reis oder Kirschkerne. Füllen Sie das Material in die Socken und binden Sie die Socken mit Schnur fest zusammen – fertig!

Klapperschlange

Sammeln Sie die Deckel der Babygläschen, damit lässt sich ein akustisches Spielzeug für Ihr Baby machen. Stechen Sie ein Loch in die Mitte der gesäuberten Deckel, fädeln Sie sie anschließend mit Paketschnur auf und fixieren Sie sie mit Knoten auf und unter dem Deckel. Aufgefädelt entsteht eine „Klapperschlange“, eine spannende Unterhaltung für Babys!

Geräusche-Memory

Memory-Spiele mit Bildern sind sehr beliebt – warum nicht auch einmal ein Geräusche-Memory spielen? Dieses Spiel lässt sich ganz einfach selbst herstellen: Sie brauchen mehrere gleiche kleine Behälter (zum Beispiel Überraschungseier) in gerader Anzahl und Füllmaterial, zum Beispiel Sand, Kirschkerne, Reis, kleine Schrauben etc. Füllen Sie die Dosen paarweise etwa zur Hälfte mit dem gleichen Material.

Statt eine Karte umzudrehen wird beim Geräusche-Memory die Dose geschüttelt und die Spieler sollen sich das Geräusch einprägen. Wer ein gleiches Paar erschüttelt, darf es behalten, wer die meisten Paare gesammelt hat, hat gewonnen.

Murmelbahn aus T-Papierrollen

Mit Küchen- oder Toilettenpapierrollen lässt sich eine tolle Murmelbahn bauen:

Außer den Rollen brauchen Sie nur noch Klebeband und wer mag, Farben, um die Murmelbahn bunt anzumalen. Am besten eignet sich eine Tür für die Murmelbahn. Kleben Sie die Papierrolle mit einem Klebestreifen an die Tür, achten Sie darauf, dass die Rolle etwas schräg hängt, damit die Murmel in Schwung kommt. Schneiden Sie an der zweiten Rolle die Öffnung etwa fünf Zentimeter halbrund auf,  so dass die Murmel später einfach von der ersten Rolle in die zweite Rolle hineinfallen kann. Kleben Sie die zweite Rolle unterhalb der ersten an, so dass ein Zickzack-Muster entsteht. Achten Sie darauf, dass die Öffnungen der beiden Rollen untereinander liegen. So fahren Sie fort, bis Sie die letzte Rolle in Bodennähe angebracht haben.

Indianer-Tipi

Kinder lieben Höhlen – und sich zu verkleiden. Mit einem selbstgebauten Tipi kann das Indianerspiel beginnen!

• 6 ca. 1,50 Meter lange Bambusstäbe

• feste Schnur

• Stoff (z.B. alte Bettlaken, 2 Meter lang, 1 Meter breit)

Die Stäbe oben eng zusammennehmen, so dass sie sich nach unten breit auffächern und einen guten Stand haben. Die Stäbe oben mit einer Schnur stramm zusammenbinden, so dass sie nicht wegrutschen. Für einen festen Stand, sollten auch die unteren Enden mit dem Band umschlungen und zusammengeknotet werden.

Nun kann der Stoff zurechtgeschnitten werden: Schneiden Sie den Stoff zu einem großen Halbkreis, in die Mitte unten schneiden Sie einen weiteren kleinen Halbkreis für die Zeltspitze – der Stoff sollte die Form eines sehr breiten Regenbogens haben. Anschließend legen Sie den Stoff (mit dem kleinen offenen Halbkreis oben) um das Tipi und binden es oben fest.