Nachhaltig essen? Vorkochen!

Vorkochen ist gesund, günstig und spart Verpackungsmüll – der Food-Trend mit dem schicken Namen „Meal Prep“ ist in aller Munde. Doch wie schafft man es bei Zeitmangel und Stress auch noch stundenlang in der Küche zu stehen? Die gute Nachricht: Sie brauchen nur ein wenig Planung und maximal ein bis zwei Stunden am Wochenende. Ein Invest, der sich lohnt. Insbesondere für alle, die sich gesund und bewusst ernähren wollen. In Ihren Topf kommen keine künstlichen Aromen, Farb- und Zusatzstoffe oder unnötiger Zucker. Insbesondere Unverträglichkeiten lassen sich mit Selbstgekochtem ganz einfach in Schach halten. Umweltfreundlich ist es auch, denn zumindest bei Snacks sparen Sie viel an Verpackungsmüll ein. Gezieltes Einkaufen verhindert zudem Lebensmittelverschwendung.

Wie vorgehen?

Sie brauchen einen Wochenplan, bei dem alle Mahlzeiten von Montag bis Freitag eingetragen sind. Die Zeit am Herd kann verkürzt werden, wenn eine Basiszutat zweimal verwendet wird, wie zum Beispiel Pasta oder Reis. Wem es nichts ausmacht, kann auch an zwei Tagen das gleiche Gericht essen, zum Beispiel Montag und Mittwoch.

Steht der Wochenplan, schreiben Sie Ihre Einkaufsliste und überprüfen vor dem Einkaufen noch kurz, was Sie noch an Vorräten zu Hause haben. Zurück mit den Einkäufen geht es dann zu Hause ans Kochen. Damit alle Gerichte schön frisch bleiben, brauchen Sie fest verschließbare Lunchboxen, Schraub- oder Bügelgläser, in denen das portionierte Essen aufbewahrt werden kann. Wer für mehr als drei Tage vorkocht, sollte die Mahlzeiten für die Tage danach einfrieren. So gehen Sie sicher, dass Sie noch genießbar sind. Besonders geeignet: Suppen, Currys und Eintöpfe.

Meal-Prep- geeignete Lebensmittel:

Reis und Nudeln halten sich gekocht mehrere Tage im Kühlschrank und lassen sich mit gedünstetem Gemüse kombinieren. Im Sommer auch kalt als Salat

Hülsenfrüchte sättigen und sind nährstoffreich – Kichererbsen oder Kidneybohnen aus dem Glas sind dazu im Handumdrehen zubereitet.

Saisonales frisches Obst und Gemüse bringt Abwechslung – am besten nach dem Einkauf direkt waschen, schneiden und portionieren. Tiefkühlgemüse ist mit seiner guten Nährstoffbilanz eine passable Alternative.

Abwechslung können Sie außerdem durch zum Beispiel Parmesan oder Mozzarella sowie frischen Kräutern aus dem Topf ins Essen zaubern.

Lesetipp:

„Meal Prep – Gesunde Mahlzeiten vorbereiten, mitnehmen und Zeit sparen: Über 70 Rezepte und 10 Wochenpläne“ von Veronika Pichl, Riva Verlag, München 2017