Putzmunter in den Frühling

Das Frühjahr naht – und mit ihm der Putz. Traditionell kommt der Frühjahrsputz aus der Zeit, in der noch mit Holzkohle geheizt wurde und sich im Winter eine feine Staubschicht bis in jede kleinste Ritze und auf alles legte. Nach der Heizperiode war es dann Zeit, diesen Ruß zu entfernen und alles zu putzen und zu waschen. Und noch immer ist das Frühjahr die Zeit, den angesammelten Staub und Schmutz zu beseitigen, zu waschen, reinigen, entrümpeln und Klarschiff zu machen. In der Wohnung, im Körper, vielleicht sogar im Leben. Wir haben Tipps zum organisierten Aufräumen, Informationen zu umweltfreundlichem Putzen und Motivationshilfen, die Staub und Schmutz in die Flucht schlagen.

ORDNUNG SCHAFFEN

Wenn alles in Ordnung ist, finden wir, wir suchen nicht. Wir haben den Überblick, wir fühlen uns frei – und so klar und ruhig wie unsere Umgebung. Eine äußere Ordnung schafft auch eine innere. Aufgeräumt ist, wer aufgeräumt hat.

Manchmal markiert eine radikale Aufräumaktion auch den Start in ein neues Leben. Sich von dem zu trennen, was einem im Weg ist, was man nicht mehr braucht und was nur Platz wegnimmt, gleicht einem kleinen Befreiungsschlag – der zu einem großen führen kann. Nämlich dann, wenn wir die Loslösung von Dingen auch auf Gewohnheiten, Verbindungen oder Lebensumständen ausweiten.

Als Expertin gilt die japanische Aufräumpäpstin Marie Kondo. Sie hat sogar das englische Wort „to kondo“, ein Synonym für „aufräumen“, geprägt. Ihre Fans wetteifern auf Instagram & Co. mit Fotos, auf denen nach Kondo-Art streng ordentlich aufgeräumte Schränke zu sehen sind. Kondos Aufräum-Bibel heißt „Magic Cleaning“, es wurde in 40 Sprachen übersetzt.

Die Konmari-Methode:

Das Ziel: Behalten Sie nur Dinge, die Freude bereiten und glücklich machen.

Der Weg: Erst Aussortieren, danach den bleibenden Dingen einen festen Platz zuweisen

Trennen: Räumen Sie nicht Zimmer auf, sondern Dinge. Das bedeutet, zuerst Gegenstände in Kategorien zu sortieren. Alle Dinge einer Kategorie, zum Beispiel Kleidung, auf einen Haufen legen. Dann nehmen Sie jedes einzelne Teil in die Hand und fragen sich: Macht mich das noch glücklich oder brauche ich das wirklich noch? Nicht schummeln. „War teuer“ oder „Irgendwann kann man das vielleicht noch einmal gebrauchen“ gelten nicht als Argumente. Also, weg damit. Vielleicht erfreuen die aussortierten Sachen jemand anderen? Flohmärkte, Online-Plattformen wie Kleiderkreisel oder Momox und gemeinnützige Vereine sind gute Adressen für Gebrauchtes.

Einsortieren: Was bleibt, bekommt einen festen Ort. Der Kondo-Trick: Wäsche in Schubladen nicht übereinander, sondern eingerollt nebeneinander einordnen.

Die Korb-Methode – umgekehrt einkaufen

Nehmen Sie einen großen Korb, zum Beispiel einen Wäschekorb, und gehen Sie stöbernd durch Ihr Zuhause, als würden Sie sich in einem Laden umsehen. Alles, was Ihnen nicht mehr gefällt oder Sie nicht mehr benutzten, kommt in den Korb. Ziel ist ein voller Korb pro Tag, sieben Tage hintereinander.

PUTZEN MIT REINEM GEWISSEN

Ökologische Putzmittel sind in ihrer Wirksamkeit genauso stark wie konventionelle, hinterlassen darüber hinaus aber auch eine saubere Umwelt. Ökologische Reiniger bestehen aus rein pflanzlichen oder pflanzlich-mineralischen Tensiden, die nachwachsen und sich leichter abbauen. Auf synthetische Duft-, Farb- und Konservierungsstoffe, antibakterielle Zusätze, gentechnisch veränderter Inhaltsstoffe und Nanotechnik wie Mikroplastik mit umweltschädigendem und allergenem Potenzial wird verzichtet. Absolut ausgeschlossen bei Ökoreinigern sind:

  • aggressive, hochschädliche Stoffe wie Chlorchemie (sehr schwer abbaubar und ein Gesundheitsrisiko)
  • phosphathaltige Verbindungen (Gewässer schädigend)
  • Schwermetallverbindungen (nicht abbaubar und ein Gesundheitsrisiko)
  • Phthalate (Weichmacher in Kunststoffen, einige sind fortpflanzungsschädigend)

EINFACH PUTZEN

Die meterlangen Regale mit Putz- und Reinigungsmitteln wecken den Eindruck, Putzen sei eine Wissenschaft. Aber wissen müssen Sie nur eins: Drei Reiniger sowie waschbare Putztücher, Wischmops und Staubwedel reichen zur gründlichen und hygienischen Reinigung des Haushalts.

Sie brauchen wenig:

  1. einen Reiniger auf Basis von Zitronensäure
  2. einen Allzweckreiniger
  3. eine Scheuermilch

Und davon auch nur wenig, dosieren Sie Putzmittel immer sparsam.

MOTIVATIONSKICK FÜR PUTZMUFFEL
Putzen ist für Sie eine lästige, langweilige Angelegenheit? Dann überlisten Sie sich doch einfach selbst, betrachten Sie den Frühjahrsputz als effektives Workout. Ein 70 Kilogramm schwerer Erwachsener verbraucht in zwei Stunden Hausputz knapp 600 Kalorien. So viel, wie in einer Stunde Ausdauersport wie Radfahren oder Joggen verbrannt werden kann. Strecken und dehnen Sie sich zwischen Fensterputz und Staubsaugen, das verstärkt den Fitnesseffekt. Jetzt nur noch die Lieblingsmusik aufdrehen– und los geht’s!

FRÜHJAHRSPUTZ FÜR DEN KÖRPER

In den Frühling fällt die Fastenzeit, quasi ein Frühjahrsputz für den Körper. Traditionell sind es 40 Tage zwischen Aschermittwoch und Ostern, in denen heute auf unterschiedliche Arten gefastet wird. Von Basenfasten über Molkefasten bis zum Fasten nach Buchinger gibt es zahlreiche Wege – ohne ärztliche Aufsicht sollte die Fastenkur jedoch nicht länger als eine Woche dauern. Klassischerweise werden Genussmittel wie Kaffee, Alkohol, Süßes oder auch Fleisch weggelassen. Es ist ein Verzicht, der zum Gewinn werden kann, denn unser Körper hat es leichter und wird leichter. Unterstützend kann in dieser Phase eine Kombination unserer Nahrungsergänzungsmittel Bio Chlorella, Bio Bärlauch Extrakt und Bio Koriander Extrakt wirken. Alle Produkte finden Sie hier.

Wir wünschen Ihnen einen putzmunteren Frühling!

Ihr GSE-Team