Wenn der Körper intolerant wird

Wenn der Körper auf bestimmte Lebensmittel mit Symptomen wie Bauchschmerzen, Verdauungsprobleme wie Durchfall, Verstopfung oder Blähungen, mit Kopfschmerzen, Hautausschlägen, Juckreiz oder Müdigkeit reagiert, liegt oftmals eine Lebensmittelunverträglichkeit oder Lebensmittelintoleranz vor – nicht zu verwechseln mit einer Lebensmittelallergie. Dem Körper fehlen die notwendigen Enzyme, um die Bestandteile aus der Nahrung zu verwerten. Die häufigste Unverträglichkeit ist in Deutschland die Fruktosemalabsorption, circa 30 Prozent der Deutschen haben Schwierigkeiten, Fruchtzucker zu verdauen. Jeder Vierte leidet unter einer Laktoseintoleranz und bis zu drei Prozent der Deutschen können den Stoff Histamin nicht verarbeiten. Ein Ernährungstagebuch ist der erste Schritt, um herauszufinden, ob Sie an einer Unverträglichkeit leiden. Notieren Sie täglich, was Sie essen und wann die Beschwerden auftreten. Aber meiden Sie bitte nicht in Eigenregie bestimmte Lebensmittel, sondern ziehen Sie einen Arzt für eine sichere Diagnose zu Rate. Unverträglichkeiten gegen Milchzucker (Laktose) und Fruktose lassen sich sogar ganz einfach durch einen Atemtest feststellen.

Wie äußert sich welche Lebensmittelunverträglichkeit und was kann man tun? Wir haben für Sie die drei häufigsten Unverträglichkeiten kurz zusammengefasst und möchten Ihnen zu jeder Lebensmittelintoleranz einen Blog empfehlen, der uns besonders gut gefallen hat.

Fruktoseintoleranz

Das Transportsystem des Dünndarms ist bei Menschen mit einer Fruktoseintoleranz eingeschränkt oder defekt. Die Symptome treten innerhalb von 24 bis 48 Stunden nach dem Verzehr auf und äußern sich in Blähungen, Bauchschmerzen, Durchfall, Übelkeit und Völlegefühl.

Bis zu einer bestimmten Menge können die meisten Menschen mit einer Fruktoseintoleranz jedoch Fruktose vertragen, hier muss die persönliche Grenze herausgefunden werden. Achten Sie auf den Fruktosegehalt von Lebensmitteln: In Weintrauben, Kirschen und Dörrobst ist sehr viel Fruktose enthalten, auch Süßigkeiten, Alkohol und Fertigprodukte sollten gemieden werden.

Blogempfehlung:

Deniz ist selbst von Fruktoseintoleranz betroffen und veröffentlicht auf ihrem Blog fructopia jede Menge tolle und fruktosefreie Rezepte.

Glutenintoleranz / Zöliakie

Die Ursache für die Unverträglichkeit der Klebereiweiße verschiedener Getreidesorten (Gluten) wird in einer Kombination aus genetischer Veranlagung und Umwelteinflüssen vermutet. Die Betroffenen leiden nach dem Verzehr an Symptomen wie Durchfall, Muskel- und Gelenkschmerzen, Blähungen, Vitamin- und Mineralsalzmangel, Blutarmut, Müdigkeit, Leistungsminderung, Kopfschmerzen, Appetitlosigkeit, Erbrechen, Juckreiz, Hautrötungen und Hautausschlag. Im Vergleich zur Fruktoseintoleranz muss bei der Glutenintoleranz strikt auf glutenhaltige Lebensmittel verzichtet werden.

Blogempfehlung:

Katies Blog glutenfrei.net enthält viele glutenfreie Rezepte, aber darüber hinaus auch Tipps für Reisen und Produktempfehlungen für alle, die von Zöliakie betroffen sind.

Laktoseintoleranz

Wenn der Körper mit Symptomen wie Blähungen, Blähbauch, Bauchschmerzen, Übelkeit, Durchfall und kaltem Schweiß auf den Verzehr von Milchprodukten reagiert, fehlt ihm das Enzym Laktase, das Milchzucker (Laktose) aufspaltet. Laktoseintolerante Menschen sollten daher auf Milchprodukte verzichten, aber auch auf mögliche Laktose in Brot, Wurst und Fertiggerichten achten. Auf Reisen empfiehlt es sich, Lactase-Tabletten mitzunehmen.

Blogempfehlung:

Olivia ist seit zehn Jahren von Laktoseintoleranz betroffen und hat köstliche laktosefreie Rezepte ausprobiert, die sie in ihrem Blog Fräuleinlaktosefrei veröffentlicht – daneben gibt sie spannende Tipps zu Reisen und Lifestyle.