Widerstandskampf gegen Viren & Co.

Es ist wieder soweit: Nasskaltes Wetter und wenig Sonnenlicht wecken keine unbändige Lust, nach draußen zu gehen und dort gar Sport zu treiben. Also ziehen wir es vor, drinnen zu bleiben, dort, wo es kuschelig und warm ist und geben uns Gelüsten nach Deftigem oder Süßem hin. Klingt auch erst einmal gut. Auf Dauer werden unsere Abwehrkräfte so allerdings ebenfalls ein wenig träge und leisten keine gute Arbeit mehr. Die Folge: Viren & Co. können ungehindert in unseren Körper einmarschieren und dort für Chaos und Zerstörung sorgen. Die Nase versucht wegzulaufen und wir kommen ins Schwitzen, der Infekt ist da. Damit uns dies erspart bleibt, hier einige hilfreiche Tipps, um das Immunsystem zu stärken.

Ausreichend Schlaf

Empfohlen werden sieben bis acht Stunden Schlaf pro Nacht – während wir schlafen steigt die Anzahl der natürlichen Immunzellen, die unser Körper für die Abwehr von Bakterien und Viren benötigt.

Regelmäßige, moderate Bewegung

Täglich 30 Minuten Bewegung an der frischen Luft, am besten Ausdauersportarten wie Joggen, Walken, Wandern, Schwimmen oder Fahrradfahren, bringen den Kreislauf in Schwung, erhöhen die Stressresistenz und stärken die Abwehr.

Entspannung

Dauerstress schwächt die Abwehr. Wir brauchen Momente der Entspannung – und es muss nicht unbedingt Yoga oder Meditation sein. Auch Puzzeln, Stricken, Lesen oder Baden entspannt – es sollte auf jeden Fall etwas sein, bei dem wir zur Ruhe kommen.

Sonnen und Sonnenalternative

Zugegeben, ausgiebige Sonnenbäder gestalten sich im November äußerst schwierig. Dabei brauchen wir die Sonne, damit unser Körper Vitamin D produzieren kann, das wiederum das Immunsystem stärkt. Für die körpereigene Vitamin-D-Bildung ist die Strahlungsintensität von Oktober bis März allerdings zu schwach. Jeder, der sich kaum im Freien aufhält, tagsüber im Büro oder in Nachtschichten arbeitet, sollte auf eine ausreichende Vitamin D-Versorgung achten. Dies gilt auch für ältere Menschen, denn die Vitamin D-Bildung nimmt im Alter deutlich ab.

Hygienemaßnahmen

Insbesondere die Sauberkeit der Hände schützt, daher sollten sie mehrmals täglich gründlich mindestens 30 Sekunden mit Seife gewaschen und anschließend gründlich abgetrocknet werden. Zusätzlich schützt unterwegs ein Hände-Desinfektionsmittel.

Vor Ansteckungsrisiko schützt außerdem Abstand, also engeren Körperkontakt wie Handschlag oder Umarmungen vermeiden, ein bis zwei Meter Abstand halten und nicht in die Hände, sondern in die Armbeuge niesen.

Regelmäßiges Lüften

5- bis 10-minütiges Stoßlüften sorgt für einen vollständigen Luftaustausch, in Räumen mit mehreren Menschen sollte spätestens alle zwei Stunden kräftig gelüftet werden. Auch für die Luftfeuchtigkeit ist Lüften wichtig, trockene Heizungsluft greift die Schleimhäute von Nase und Rachen an.

Verzicht aufs Rauchen und maßvollen Alkoholgenuss

Wie schädlich Rauchen ist, ist bekannt und auch durch übermäßigen Alkoholkonsum schaden wir unserem Körper und schwächen die Abwehrkräfte. Für ein starkes Immunsystem ist es deshalb ratsam, nicht zu rauchen und Alkohol nur in Maßen zu genießen.

Ausreichende Flüssigkeitszufuhr

1,5 bis 2 Liter pro Tag zu trinken hält die natürlichen Schutzbarrieren unseres Körpers aufrecht. Wasser, ungesüßter Kräuter- und Früchtetee oder verdünnte Fruchtsäfte sind ideal.

Ausgewogene Ernährung

Eine gesunde und ausgewogene Ernährung ist ideal, um das Immunsystem zu stärken. Mit essentiellen Nährstoffen für das Immunsystem unterstützt sie die Abwehrkräfte.

Was sollte auf dem Speiseplan stehen?

  • Viel Obst und Gemüse, hier stecken wichtige Vitamine für das Immunsystem wie Vitamin A, Vitamin C, Vitamin B6 und Folsäure drin
  • Getreide, Hülsenfrüchte, Nüsse, Fleisch, Fisch sowie Milch und Milchprodukte – sie sind gute Lieferanten für Vitamin D, Vitamin B12, Eisen, Kupfer, Selen und Zink
  • Auf Frische und Bio-Qualität achten

Nahrungsergänzungsmittel

Ursachen für einen erhöhten Nährstoffbedarf können u.a. Stress, ein hohes Alter, Schwangerschaft, starke körperliche Belastung oder chronische Erkrankungen sein. Wenn über die Nahrung dann nicht ausreichend Vitamine und Mineralstoffe aufgenommen werden, können Nahrungsergänzungsmittel dieses Defizit ausgleichen.

Insbesondere Zink, Vitamin D, Vitamin C, Folsäure, Selen, Vitamin B 6 und B 9 tragen zur Unterstützung des Immunsystems bei.

Vor der Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln sollte eine medizinische Beratung vorangehen.